Karriere & Aktuelles in der Altenhilfe

Einfach mehr: Ihr Job im Bereich Pflege und Alltagsbegleitung

Die Diakonie Neuss-Süd gGmbH ist mit Angeboten der stationären, teilstationären und ambulanten Pflege Spezialistin für das komplette Spektrum der Altenhilfe. Sie fungiert als Träger des Seniorenzentrums Heinrich-Grüber-Haus und bietet zertifizierte Angebote für alte sowie demenziell veränderte Menschen. Professionelle, MDK-geprüfte Betreuungsqualität geht hier mit einem bedürfnisorientierten Mäeutik-Modell und einfühlsamer Pflege Hand in Hand. Qualifizierte Mitarbeitende versorgen Senior*innen zudem durch vier individuelle Tagespflegen und zwei ambulante Pflegedienste im Raum Rhein-Kreis Neuss.

Mit viel Herz, Empathie und Professionalität stellen wir uns den heutigen sowie zukünftigen Aufgaben im Bereich Altenpflege und Seniorenbetreuung.

Sie wollen gemeinsam mit einem sicheren Arbeitgeber, einem kompetenten Team und einer sinngebenden Arbeit Leben gestalten? Dann kommen Sie zu uns!

Egal, ob Sie sich auf ausgeschriebene Stellen oder einfach initiativ bewerben – wir freuen uns auf Sie!

    Offene Stellenangebote

    Jetzt Teil unseres Teams werden!

    Hier finden Sie unsere aktuellen Vakanzen im Bereich Altenhilfe.

     

    Interessieren Sie sich für die Arbeit in einem anderen unserer Bereiche?
    Dann freuen wir uns auf Ihre Initiativbewerbung!

    Freiwilliges Soziales Jahr & Bundesfreiwilligendienst

    Jetzt Teil unseres Teams werden!

    Wir bieten FSJ- und BFD-Plätze für Menschen aller Altersgruppen an, die Spaß am
    Umgang mit Senior*innen haben – der perfekte Berufseinstieg für eine Karriere im sozialen oder technischen Bereich. Menschen im Alter erlebnisorientiert begleiten oder die Haustechnik dabei unterstützen, unseren Tagesbetrieb erfolgreich am Laufen zu halten: Gewinnen Sie erste Einblicke in verschiedene Berufsgruppen sowie wertvolle Praxiserfahrungen für die Zukunft!

    Ein Jahr in spannende Bereiche eintauchen:

    1. Pflege und Betreuung

    Sie begleiten unsere Bewohner*innen bei Spaziergängen und Ausflügen, unterstützen
    sie bei Arztbesuchen oder einfach beim Feiern. Wer gerne nach dem Jahr eine
    Ausbildung zur Pflegefachkraft machen möchte, hat bei entsprechender Eignung
    die Möglichkeit dazu und kann auf Wunsch schon vorab in die Pflege
    „hineinschnuppern“.

     

    2. Haustechnik

    Sie führen gemeinsam mit den Haustechnikern Wartungsarbeiten sowie
    Reparaturen durch, haben das Materiallager im Blick und kümmern sich um die reibungslose Versorgung der Wohnbereiche. Ein Führerschein wäre wünschenswert!

     

    3. Tagespflege

    Sie unterstützen unsere Tagesgäste bei der Freizeitgestaltung, den Mahlzeiten und
    bei Ausflügen. Bringen Sie die Stärken der Senior*innen durch Kreatives hervor, regen Sie spannende Unterhaltungen an und stärken Sie das Betreuungsteam im Alltag für ein erfüllendes Miteinander.

     

    4. Soziale Betreuung

    Sie begleiten und unterstützen unsere Mitarbeiter*innen bei Gruppenangeboten
    wie z.B. gemeinsamer Gymnastik, Kochen, Bingo spielen und begleiten unsere Bewohner*innen bei
    Spaziergängen sowie Ausflügen. Sie unterstützen bei Arztbesuchen und gestalten
    Feste oder Feiern mit.

    Gründe für Ihren Freiwilligendienst bei uns:
    • 12 Monate Praxiseinblicke für die berufliche Orientierung
    • 30 Tage Urlaub im Jahr 
    • 423,- Euro Taschengeld im Monat
    • das Kindergeld wird bis zum 26. Lebensjahr weitergezahlt
    • die Sozialversicherungen werden für Sie übernommen: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und die gesetzliche Berufsunfallversicherung
    • familiäres und kooperatives Arbeitsumfeld
    • großes Netzwerk mit Übernahme- und Karriereperspektiven
    • Fort- und Weiterbildungsmöglichkeit für Ihre persönliche Entwicklung
    • verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit in einem modernen Haus

    Interessiert?

    Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an
    rothenbusch@dw-neuss-sued.de

    oder schriftlich an
    Diakonie Neuss-Süd gGmbH, Gohrer Str. 34, 41466 Neuss.
    Ausbildung zum Pflege-Allrounder

    Jetzt Teil unseres Teams werden!

    Im Jahr 2020 wurden verschiedene Ausbildungszweige in der Pflege zu einer neuen, hochwertigen Ausbildung zusammengelegt, deren Abschluss in ganz Europa anerkannt wird. Diese generalistische Pflegeausbildung können Sie in unseren Häusern absolvieren und Einblicke in abwechslungsreiche Pflegekontexte sammeln – unser Netzwerk aus Seniorenzentrum, Tagespflegen und ambulanten Diensten bietet den perfekten Berufseinstieg in den spannenden Pflegesektor.

     

     

     

     


    Vielfältige Praxiserfahrungen erleichtern es Ihnen nach der Ausbildung, sich auf Ihren bevorzugten Fachbereich zu spezialisieren und sich entsprechend Ihrer individuellen Interessen fortzubilden. Als Auszubildende*r wird Ihnen bei uns eine persönliche Mentorin bzw. ein Mentor zur Seite gestellt, welche*r Sie als direkte Ansprechperson und erfahrene Fachkraft durch die wertvolle Ausbildungszeit begleitet. Mit Ihrer abschließenden
    Qualifikation als examinierte*r Pflegefachfrau/Pflegefachmann stehen Ihnen dann zahlreiche Berufsmöglichkeiten und Arbeitsbereiche über Landesgrenzen hinweg offen.

    Passend zu Ihrer persönlichen Lebenssituation kann die Ausbildung in Voll- und Teilzeit absolviert werden – in Vollzeit ist sie auf drei Jahre angesetzt. Ausbildungsstart bei uns ist immer der 1. April und 1. September eines jeden Jahres. Natürlich wird die Praxisanleitung von der theoretischen Ausbildung bereichert, die an unseren kooperierenden Pflegeschulen in Neuss stattfindet:

     

    Gestalten Sie Ihre Zukunft gemeinsam mit einem sicheren Arbeitgeber und kompetenten Team – bewerben Sie sich für eine Ausbildung bei der Diakonie Neuss-Süd!

     

    Das lernen Sie in der generalistischen Pflegeausbildung:
    • Menschen im Alltag professionell unterstützen, individuell beraten und versorgen
    • die physischen und psychischen Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen mit passenden Maßnahmen erhalten, wiedererlangen oder verbessern
    • in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten und eine Feedback-Kultur leben
    • individuellen Pflegebedarf feststellen sowie Gesundheitsdaten analysieren, evaluieren und sichern
    • die Pflegequalität kontinuierlich und bedarfsorientiert weiterentwickeln
    • den gesamten Pflegeprozess eigenständig koordinieren, gestalten und umsetzen
    • Menschen ganzheitlich betrachten und spezifisch fördern

     

    Das wünschen wir uns von Ihnen:
    • Realschulabschluss oder alternativ Hauptschulabschluss mit abgeschlossener zweijähriger Berufsausbildung bzw. einjähriger Pflegehelfer-Ausbildung
    • gute deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
    • idealerweise praktische Erfahrungen durch Schulpraktika
    • Teamgeist, Empathie und Verantwortungsbewusstsein

    5 Gründe für die Ausbildung bei uns:
    • Angenehmes Lernumfeld: Unsere Praxisanleitungen und Kolleg*innen geben Ihnen Raum zum Fragen, Zuhören und Verstehen
    • Perspektiven eröffnen: Wir bieten den Einstieg in einen zukunftssicheren, abwechslungsreichen und sinnstiftenden Beruf mit spannenden Praxiseinsätzen
    • Finanziell abgesichert: Sie erhalten eine attraktive Ausbildungsvergütung und Sonderzahlung nach BAT-KF
    • Vielzahl an Möglichkeiten: Ein großes Netzwerk bietet interdisziplinären Austausch, gemeinsames Lernen und eine multiprofessionelle Ausbildungsbegleitung
    • Von Beginn an ein Team: Sie wachsen mit Ihrer Verantwortung, unterstützen als gleichwertiges Teammitglied und profitieren von Übernahme- und Karrierechancen nach dem Abschluss

     

    Perfekt für Berufs- und Quereinsteiger eignet sich außerdem die einjährige Ausbildung zur Pflegefachassistentin bzw. zum Pflegefachassistenten, die wir mit Beginn zum 01. März eines jeden Jahres anbieten. Über weitere Karriereoptionen bei der Diakonie Neuss-Süd beraten wir Sie gerne.

     

    Interessiert?

    Bitte richten Sie Ihre Bewerbung per E-Mail an
    rothenbusch@dw-neuss-sued.de

    oder schriftlich an
    Diakonie Neuss-Süd gGmbH, Gohrer Str. 34, 41466 Neuss.
    Mitarbeiterstimmen: Interview mit Azubi Dennis

    Momente, die das Leben bereichern: Die neue Pflegeausbildung bringt weiter!

    Aus Drei mach Eins: Was früher in die Ausbildungswege der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege aufgeteilt war, verbindet sich seit Januar 2020 bundesweit zu einer generalistischen Pflegeausbildung. Das heißt: Sowohl die theoretischen als auch die berufspraktischen Anteile umfassen alle drei Pflegebereiche und bilden über 3 Jahre hinweg examinierte, interdisziplinäre Fachkräfte aus. Damit hat sich Deutschland dem internationalen Standard angenähert und den Weg zur internationalen Anerkennung von Pflegeabschlüssen geebnet. Wie sich der neue Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ gestaltet und wie ein umfassendes pflegerisches Verständnis in der Ausbildung vermittelt wird, erzählt uns Dennis Kreis (35) im Interview.

    Was war Dein Weg in die Pflegeausbildung?

    „Im Heinrich-Grüber-Haus in Neuss absolviere ich die Generalistik-Ausbildung, aktuell bin ich woanders im psychiatrischen Pflegebereich eingesetzt. Bald im Mai stehen die Examensprüfungen an – zum Glück unterstützt mich mein Team schon jetzt sehr bei den Vorbereitungen. Mittlerweile bin ich 35 Jahre alt und habe bereits eine andere Ausbildung abgeschlossen. Früher habe ich als Industriemechaniker im Tagebau gearbeitet und Bagger repariert – das hat mich irgendwann einfach nicht mehr glücklich gemacht. Ich hatte damals immer zwei Richtungen zur Orientierung: Papa hat eher gebastelt und Mama hat immer nah am Menschen gearbeitet. Ich habe mir dann gesagt, hey, du musst noch ganze 30 Jahre lang arbeiten und quälst dich gerade Tag für Tag zur Arbeit – also wählte ich den anderen Weg: Die Arbeit nah am Menschen statt an Maschinen. Und eine neue Ausbildung hatte gerade auch super in mein Leben gepasst: Zum einen war ich nicht finanziell gebunden, zum anderen hatte ich ein Riesenglück mit dieser Generalistik, weil mich alle Pflegebereiche enorm interessieren – sowohl das Medizinische zu lernen als auch für den Menschen selbst da zu sein. Deren Dankbarkeit gibt mir unglaublich viel in meiner Arbeit – und damit meine ich keine Lobpreisungen und Händeschütteln, sondern die Wertschätzung, die mir tagtäglich von den Senior*innen und zu Pflegenden entgegengebracht wird. Gerade auch im Heinrich-Grüber-Haus bei der Arbeit mit demenziell veränderten Menschen – da spürt man diese Dankbarkeit noch einmal ganz anders und das ist einfach schön.

     

    Wie gestaltet sich Deine Ausbildung bisher und wie findest Du sie?

    Die Ausbildung gefällt mir wirklich super, weil das Gesamtbild stimmt. Wir lernen neben der Pflege auch viel über die Erkrankungen selbst, haben viel das Medizinische im Fokus. Im Krankenhaus interagieren wir natürlich ständig mit den Ärzten und Ärztinnen, dadurch erhält man einen ganz neuen Blick auf Krankheitsbilder. Das ist super interessant. Den Großteil der Ausbildung habe ich ja bereits hinter mir, ich bin im Oberkurs im dritten Jahr. Ab jetzt habe ich also nur noch meinen Vertiefungseinsatz hier im Seniorenzentrum ab September – quasi Zuhause. Darauf freue ich mich schon sehr, wieder hier vor Ort zu sein. Aber wo war ich schon alles? Im Rahmen der Ausbildung arbeitet man in der Altenpflege, ambulanten Pflege, im Akutkrankenhaus und in der Psychiatrie. Das unterteilt sich immer noch in Unterbereiche wie Pädiatrie, Onkologie, Chirurgie, Kardiologie oder der Endoskopie. Die Ausbildung gestaltet sich also super abwechslungsreich und spannend – man erlebt diverse Pflegebereiche hautnah und lernt sehr viele Arbeitsabläufe kennen.

     

    Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es?

    Es kommt ganz drauf an, ob man als examinierte Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann, Pflegeassistenz oder als Pflegehilfskraft arbeiten möchte. Das sind drei verschiedene Berufsgruppen, die mit unterschiedlichen Ausbildungswegen und Aufgabenbereichen einhergehen. Mit 3 Jahren ist dabei die generalistische Pflegeausbildung, die ich aktuell absolviere, am längsten und intensivsten. Dabei habe ich sowohl Mitschüler*innen, die sich in der ersten Ausbildung befinden, als auch welche, die schon Arbeitserfahrung in anderen Bereichen wie der Industrie haben – so wie ich.

     

    Wie gestaltet sich die Einarbeitung und Zusammenarbeit?

    In der Einarbeitung ist es so, dass Du sobald Du bei einer Ausbildungsstation anfängst, eine Praxisanleitung zur Seite gestellt bekommst. Die zeigt Dir wirklich alles. Klar, am Anfang die Basics: Du erhältst eine Führung durch Deinen neuen Arbeitsbereich, die einzelnen Bewohnenden oder Patienten werden Dir vorgestellt. Dir werden Krankheitsbilder erklärt, es wird gezeigt, wo und wie die Menschen leben und worauf im Umgang mit ihnen zu achten ist. Dann wird man meist dazu geholt, wenn gerade Handlungsbedarf ansteht – sei es eine Wunderversorgung, Medikamentengabe oder Pflegeaufgabe. Zuerst schaust Du Deiner Praxisanleitung also über die Schulter und dann wird Dir schrittweise mehr Verantwortung übertragen. In welchem Ausmaß das passiert, hängt natürlich auch ganz vom einem selbst und den bisherigen Erfahrungen ab. Im dritten Jahr hast Du theoretisch und praktisch bereits viel Input erhalten, viel gelernt und Deine Aufgaben werden dem Ausbildungsstand angepasst. Prinzipiell hast Du aber immer eine Art Mentor*in an Deiner Seite, der bzw. die Dir alles zeigt und Dein persönlicher Ansprechpartner ist. Ich habe aber bisher in jedem Team erlebt, dass alle Kolleg*innen offen für Fragen sind, gerne helfen und ihre Expertise super weitergeben – und diese Zusammenhalt und das gute Arbeitsklima sind das Wichtigste. Auf meinem Wohnbereich im Grüber-Haus spreche ich deshalb nicht von meinem „Team“, sondern von Freunden, mit denen ich toll zusammenarbeite.

     

    Gibt es einen besonders schönen Moment, den Du im Rahmen Deiner Ausbildung erlebt hast?

    Ich glaube, das sind einfach zu viele, wenn ich ehrlich bin. Es gibt zum Beispiel einen älteren Herrn, bei dem ich einige Male Blutzucker gemessen habe. Der fragt meine Kolleg*innen immer wieder nach mir und meinem Wohlergehen. Ich bin ihm im Kopf geblieben, er freut sich von mir zu hören und das finde ich total schön. Auch wenn ich nach einem Außeneinsatz in meinen Wohnbereich im Seniorenzentrum zurückkehre, sagen und zeigen mir Bewohner*innen mit Demenz, dass sie mich vermisst haben. Das gibt einem so viel, dass ich es kaum in Worte fassen kann – oder die Dankbarkeit der Angehörigen, die ihre Eltern, Großeltern, Partner*innen und Co. gut aufgehoben sehen. Die Herzlichkeit macht einfach Spaß und motiviert.

     

    Hast Du bisher Herausforderungen in Deiner Ausbildung erlebt?

    Selbstverständlich, zum Beispiel, dass dir in jeder Ausbildungsstation eine Praxisanleitung über die Schulter guckt. Da ist man zu Beginn immer etwas nervös, aber so lerne ich total viel, fühle mich von meinen Kolleg*innen ernst genommen und werde super auf die praktische Abschlussprüfung vorbereitet. Als herausfordernd empfinde ich auch Patienten oder Klienten mit Fremdaggressionen: In der Psychatrie hatte ich einmal einen Patienten, Ende 20, mit einer stark ausgeprägten Schizophrenie. Der hat in allen Personen Dämonen gesehen und ist mir gegenüber auch handgreiflich geworden. In dieser Situation musste ich mich besinnen, dass der Mensch krank ist und sich seine Aggressionen nicht auf mich persönlich richten. Er war nicht mit Absicht gewalttätig, sondern es war leider eine Folge seiner Erkrankung. Das zu differenzieren und gezielt zu verstehen, die Situation als Reaktion zu deeskalieren und sich nicht instinktiv zu verteidigen – das ist eine Herausforderung und sehr wichtig, damit sich der Patient nicht in seine Wut hineinsteigert und sich mit Deiner Hilfe wieder beruhigen kann.

     

    Hast Du Dich auf solche herausfordernden Situationen vorbereitet gefühlt?

    Auf jeden Fall. Wir thematisieren solche Krankheitsbilder und sprechen intensiv über Methoden, mit Fremdaggressionen und anderen Reaktionen umzugehen. Es gibt kein Schema F und keine Ultimativlösung für solche Situationen, da sich die Krankheit bei jedem Patienten individuell zeigt. Uns wurden aber Tipps und Handlungsvorschläge an die Hand gegeben, damit es gar nicht erst zu einer Eskalation kommt. Auch der richtige Umgang mit den Praxisanleitungen und der Ablauf der ersten Tagen auf einer Ausbildungsstation wurden in der Schule besprochen. Also habe ich mich gut vorbereitet und nicht überfordert gefühlt.

     

    Wie groß ist die körperliche Belastung und welche Hilfsinstrumente gibt es?

    Es gibt für fast alle Pflegetätigkeiten gute Hilfsmittel und man bekommt schnell beigebracht, wie diese funktionieren und wie man damit umzugehen hat. Auf jedem Wohnbereich, auf jeder Station bzw. in benachbarten Bereichen gibt es zum Beispiel Hebehilfen, um die körperliche Belastung wirklich gering zu halten. Außerdem unterstützt das Team, wenn man Hilfe braucht.

     

    Wem würdest Du die Pflegeausbildung empfehlen?

    Ich würde sie wirklich jedem empfehlen, weil sie einfach Spaß macht. Natürlich sollte man gerne Menschen begleiten, zuhören und gemeinsam im Team arbeiten wollen. Das heißt, wenn du dich für Menschen interessierst, gerne mit ihnen arbeitest und für andere da sein möchtest, ist es der perfekte Weg und ein erfüllender Beruf. Menschen, denen du im Alltag mit deiner Empathie hilfst, können Senior*innen, aber auch Patienten auf Intensivstationen oder in psychiatrischen Einrichtungen sein. Indem ich Gespräche mit ihnen führe, Probleme ernst und wahrnehme, mache ich das Leben von diesen Menschen besser, erhalte Wertschätzung und entwickle mich selbst jeden Tag weiter. Diese Erfahrung würde ich wirklich jedem wünschen.

     

    Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es nach dem Examen?

    Ich glaube, die Pflege hat mit die größte Bandbreite an Möglichkeiten, die es auf dem Berufsmarkt gibt. Schon alleine, wenn ich nur ans Grüber-Haus denke, da haben wir die Praxisanleitung für Auszubildende, Wundmanagement bzw. Wundexperten, welche eng mit den behandelnden Ärzten zusammenarbeiten, Wohnbereichsleitungen und Stellvertreterinnen, die auch wichtige organisatorische Aufgaben übernehmen. Dann gibt es Weiterbildungen für Personaldienstleitungen, Aromatherapie, Mäeutiktraining, Gerontopsychiatrie, Qualitätsmanagement und viele weitere Entwicklungsmöglichkeiten. In anderen Settings, z.B. dem Krankenhaus, könnte man Intensivpflegekraft, Stationsleitung oder Pflegeberaterin, werden. Das alles sind Positionen, welche man durch spezifische Fortbildungen nach der Ausbildung erreichen kann. Ich glaube, dafür würden wir drei Tage brauchen, um jeden Weg aufzuzählen.

     

    Was war Dein bisher größter Erfolg in der Ausbildung?

    Ich weiß nicht, ob es wirklich ‚den großen Erfolg‘ gibt. Ich find es immer wieder aufs Neue schön, wenn ich sehe, wie Menschen im Krankenhaus, in der Psychiatrie oder auch im Seniorenzentrum eintreffen und nach einiger Zeit etwas schaffen, was sie zuvor nicht konnten. Ich sehe, wie sie wieder alleine essen, sitzen, aufstehen oder gehen können, selbst wenn es nur ein paar Schritte sind. Das ist ein riesiger Erfolg für jemanden, der lange Zeit im Bett gelegen hat – und den fühlt man einfach mit, da man ja auch eine Bindung zu den Menschen aufbaut. Also das ist wirklich schön zu sehen: diese gesunde Entwicklung, die Du als Pflegekraft aktiv mitgefördert hast. Sei es körperlicher oder auch psychischer Natur, wenn die Menschen zum Beispiel wieder auf mich zukommen, mit mir reden, sich weniger nach einem erlittenen Trauma zurückziehen. Das sind total tolle Erfahrungen. Dann weiß man, wieso man sich morgens aus dem Bett holt und wofür man eigentlich arbeitet. Das ist meiner Meinung nach das schönste, was man beruflich haben kann.

     

    Und zum Abschluss: Was ist Deine berufliche Vision?

    Also mein nächstes Ziel nach dem Examen ist es, mich zum Praxisanleiter fortzubilden und das Gelernte gekonnt weiterzugeben. Alles Weitere wird sich dann zeigen. Natürlich hat jeder seine Visionen, zum Beispiel einmal Einrichtungsleitung zu werden. Aber ob ich da auf den direkten pflegerischen Bezug zu den Menschen verzichten möchte, weiß ich noch nicht. Weiterbilden werde ich mich definitiv, aber in welchem Bereich ich letztendlich arbeiten möchte, kann ich noch gar nicht sagen. Dass ich mich wirklich in alles verliebe, was ich in meinen Ausbildungsstationen mache, hätte ich nicht gedacht, aber genau das ist passiert. Also erst einmal erfolgreich das Examen bestehen und dann konzertiere ich mich voll auf meine tiefere berufliche Orientierung. Erst einmal bin ich richtig froh, dass ich diesen Weg gegangen bin: Die Pflege erfüllt mich einfach und macht mich glücklich. Da gilt natürlich auch meinem Super-Team ein großes Dankeschön.

    Wir bedanken uns herzlich bei Dennis für seine ausführlichen Einblicke in die generalistische Pflegeausbildung bei der Diakonie Neuss-Süd!

     

    Sie möchten mehr über die Pflegeausbildung bei uns erfahren?

    Melden Sie sich gerne bei Karen Rothenbusch:

    Tel: 02131-945150
    Diakonie Neuss-Süd gGmbH, Gohrer Str. 34, 41466 Neuss.
    rothenbusch@dw-neuss-sued.de

    Aktuelle Qualitätssiegel

    Qualität? Zertifiziert!

    Hier finden Sie aktuelle Informationen, Berichte und Dokumente zum Download.

    AltenhilfeAktuelles